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Sonntagstracht
- Frauen
Nach
1910 setzte sich eine andere Form der Tracht durch, welche sich nicht mehr durch
Prunk, sondern durch Tragkomfort auszeichnete.
Kleidung
| Unterrock |
rosa |
| Rock |
rot mit farbigen Band |
| Wames |
farbig, passend zum Rock |
| Vorärmel |
mit Auszier
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| Tuch |
weiß gestrickt, gehäkelt oder Spitze |
| Schürze |
Seide gemustert, passend zum Rock |
| Queder |
weiß oder perlengestrickt |
| Handschuhe |
weiß oder perlengestrickt |

Besonderheiten
Die
Sonntagstracht ist in ihrer Art einfacher geworden. Das ausgestickte Tuch, sowie
der Kragen und die Krawatte wurden durch ein weißes Tuch aus Spitze oder
Strickwaren ersetzt. Gleichzeitig wurde auf das Tragen der Haube verzichtet.
Die
Seidenschürze, das Queder, die Perlenhandschuhe und vor allem der rote Rock
sind jedoch geblieben. Die Tracht in dieser Art wird von einigen älteren Frauen
noch heute getragen.
Im
Winter wurde eine Samtjacke oder der ärmellose Mantel mit Rüschenkragen
getragen.
Sonntagstracht
- Männer
Kurz
vor dem 1. Weltkrieg begannen die Männer, ihre Tracht abzulegen und die
Kleidung der „Städter“ anzunehmen.
Kleidung und Besonderheiten
Der
Einfluss Preußens, die starke Präsenz des Bergbaus in Kleinenbremen und die
Industrielle Revolution haben diesen Vorgang vermutlich hervorgerufen, zumindest
aber beschleunigt.
Da
die Schaumburg-Lippischen Trachten reine „Bäuerliche Trachten“ waren und
der Einfluss der Landwirtschaft als Lebensunterhalt zunehmend an Bedeutung
verlor, ging auch die Tracht mit diesem Abschnitt der ländlichen Kultur zu
Ende.
Da
dieser Abschnitt der „Tracht“ für die Bedeutung der Kleinenbremer Tracht
kaum von Belang ist, wurde auf eine Präsentation an dieser Stelle verzichtet.
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